Patong Beach


Patong BeachZum Schutz vor dem rauen Südost-Monsun und vor wilden Tieren war über die Jahrhunderte fast ausnahmslos Phukets geschützte Ostküste besiedelt. In Patong standen nur ein paar Fischerhütten. Erst in den 60er Jahren entdeckten Sporttaucher die menschenleeren Sandstrände an Phukets Westküste, unter ihnen berühmte Leute wie Jaques Cousteau und Hans Hass. Die vorgelagerten Riffs boten paradiesische Zustände und wurden schnell berühmt in Taucherkreisen, In Patong, “Bananenhain“, entstanden erste primitive Cottages und Beachrestaurants. Während des Vietnamkrieges ankerte die US Navy in der tiefen Bucht von Patong. Tausende Marines und GI’s verbrachten ihren Fronturlaub in dem ehemals verschlafenen Fischerdorf, eine Armada von jungen Frauen reiste aus Thailands armen Norden, Laos und Burma heran und Bars schossen wie Pilze aus dem Boden.  Anfang der 70er folgten Hippies und Aussteiger und ebneten den Weg für den Pauschaltourismus. In den 80er Jahren wurde der International Airport Phuket eröffnet und Patong entwickelte sich zu einem der größten Vergnügungsbezirke der Welt.

Der Hot Spot Patong Beach ist heute berühmt-berüchtigt für sein Nachtleben. Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, wo sich auf engstem Raum so viele Spelunken, Music & Go-Go Bars und Diskotheken drängeln – Bangla Road, die geile Meile. Nach Sonnenuntergang brennt in Patong die Luft, Hunderte von kleinen, offenen Bars säumen die Straßen und aus den Boxen dröhnen die neuesten Hits. Anfangs noch etwas gelangweilt, tanzen leicht bekleidete Girls und aufgetakelte Ladyboys an Stangen und auf Tresen und flirten mit den Touristen. Je später der Abend, desto offensiver die Branche, und so manch verschüchterter Rentner taut plötzlich auf und hält stolz seine neueste Eroberung im Arm. Es macht einfach Spaß, sich auf einem Barhocker bei einem kühlen Singha oder Mekong Coke das bunte Treiben anzuschauen. Vorher empfiehlt sich eine gute Grundlage: Kleine Garküchen an der Straße bereiten auf Holzkohlegrills leckere Satays und Hähnchenteile, Seafood Restaurants breiten in ihren Auslagen alles aus, was die Andamansee zu bieten hat, und für die ganz verwöhnten Gaumen gibt’s kulinarische Highlights bei Pizza Hut, Grillhütte und Burger King.

Patong hat noch mehr zu bieten als Night Life & Food, es ist ein riesiges Shopping Paradise. Am besten parken Frauen ihre Männer mit ausreichend Taschengeld in einer Bar und ziehen alleine los. Hunderte Shops und Stände bieten zu Niedrigstpreisen Kleidung, Accessoires, Schmuck, Souvenirs und Hand- & Kunstwerk an. Prada, Breitling & Co. bekommt man zu Dumpingpreisen. Profis wie die vielen nepalesischen und indischen Schneider erkennen den Deutschen schon von weitem: „Wolle Hose kaufe?“, und bieten maßgeschneiderte Designerklamotten für wenig Geld, natürlich ‘original‘ von Armani & Boss. Über kleine Fehler sollte man großzügig hinweg sehen. Wenn sich der Reißverschluss bei der Hose innovativ von oben nach unten schließt, wird dem verdutzten Kunden glaubhaft versichert, das sei in Indien der letzte Schrei. Im Süden Patongs, zur Straße nach Karon, haben sich viele Geschäfte auf den Export und Versand von asiatischen Antiquitäten und Kunsthandwerk spezialisiert. So manch originelles Möbel, handgeschnitzt aus einer massiven Teakbaumwurzel, hat von hier aus seinen Seeweg in deutsche Wohnzimmer gefunden. Die Ateliers und Galerien hingegen zeugen von der außergewöhnlichen Talentschmiede Thailands. Studenten der Kunsthochschule Bangkok fertigen neben eigenen Bildern auch Reproduktionen großer Meister, prächtige Ölgemälde in erstaunlicher Qualität. So kommt man günstig zu einem beinahe echten Kandinsky oder röhrenden Hirsch von Otto Bruchholz. Gemalt wird auch auf Wunsch, man kann z.B. ein Foto als Motiv mitbringen und verewigt so seine Großmutter in Öl.

Der 2 km lange Strand von Patong ist vollgepflastert mit Sonnenliegen und zählt angeblich zu den schönsten Stränden Phukets. Um gepflegt seinen Rausch auszuschlafen ist er allemal perfekt, und Bikini-Beauties präsentieren hier ihre neuesten Silikonimplantate. Auf dem Wasser: Jetski, Wasserski, Bananaboat, Hobykats & Parasailing, das volle Programm. Man sollte zur Sicherheit nur in den abgegrenzten Bereichen schwimmen, will man nicht von einem wildgewordenen Jetskifahrer skalpiert werden.

Ein Vorteil Patongs ist das große Angebot kleiner Hotels und Guesthouses, die auch für Budget Traveller erschwinglich sind. Die meisten Herbergen findet man in der Nanai Road.

Baantonsai Garden Resort 186 Nanai Road

076 292 829

www.btonsai.com

Lanna Thai Guesthouse 159/7 Nanai Road

076 512 155

www.lannathaiphuket.com

Cheap Rooms 153/1 Rat-U-Thid Road

076 341 648

www.cheaproomsphuket.com

The Welcome Inn 241/3-3 Rat-U-Thid Road

076 345 690

Reiseführer: Südostasien; Der Strandführer

© GEPOSTET VON IGOR TIELMAN 03/09



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Kategorien:Asien

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