Geld verdienen mit Reisefotografie


Kinderspiel

Die heutige Bilderflut ist gewaltig, wie können sich freie Fotografen wirtschaftlich erfolgreich an diesem schwierigen Markt positionieren? Tipps aus der Bildredaktion:

Qualität im Top-Segment und kreative Bildsprache. Es gibt u. a. im Bereich Werbung und Content-Marketing einen sehr hohen Bedarf an visuellem Material, für das auch gutes Geld bezahlt wird. Nicht nur die Social-Media-Strategen großer Medienhäuser benötigen täglich Unmengen an Fotos, auch die Industrie setzt zunehmend auf Bewegtbild mit Editorial Approach statt altbackener Pressemitteilung. Es lohnt sich also, die eigene Zielgruppe klar zu definieren und hier auf die passende Akquise zu setzen. Nur mit einer guten Visualisierungsstrategie kann man dem Strukturwandel in der Bildbranche erfolgreich begegnen: Neugier schaffen, Spannung aufbauen, Interaktion anregen.

Vermarktung über Eigenvertrieb, Online-Portfolio, Social Media, Blog, Magazine, Messen, Wettbewerbe, Ausstellungen, Aussendungen, Presseverbände, Mappensichtungsevents, Bildagentur oder Repräsentanz. Auch hier sollte die fotografische Handschrift außergewöhnlich sein, um aus der Menge hervorzustechen.

Bei Veröffentlichungen sollte stets auf den Urhebervermerk und ein Belegexemplar geachtet werden, um das eigene Portfolio mit neuen Referenzen zielgerichtet weiterentwickeln zu können.

Strenges Editing. Tausende von ähnlichen Bildern vergraulen Bildredakteure und Kunden im MFM-Tarif. Diese Masse lohnt sich eher bei Mikrostockagenturen, wo die Bildhonorare dafür aber oftmals im Cent-Bereich liegen.

RF-Bilder verkaufen sich besser als RM-Bilder. Die Verschlagwortung sollte auf die Keywords der suchenden Bildredakteure zugeschnitten sein. Aktuell eingestellte Fotos erscheinen im Ranking an vorderer Stelle, daher regelmäßig neues Bildmaterial hochladen. Eine Internationalisierung bringt zusätzliche Einnahmen.

Authentisches Bildmaterial ist wieder gefragt – der Trend geht weg von Photoshop. Im Fotojournalismus heißt das Ziel „Human Emotions“, was auch für die erfolgreiche Reisefotografie gilt. Der neue Treiber der (werblichen) Kommunikation ist narrativ: Visual Storytelling.

Trends beachten. Viele Agenturen senden regelmäßig Listen mit gefragten Motiven an ihre Fotografen. Das können Themen wie „Sport und Bewegung“ oder „Luxushotels in Asien“ sein, je nach Zeitgeist und medialer Nachfrage. Es lohnt sich durchaus, diese Nachfragen zu verinnerlichen.

Self-Publishing. Die Veröffentlichung eigener Fotobücher oder E-Books rundet das Portfolio ab und bringt Aufmerksamkeit sowie zusätzliche Einnahmen auf das Konto. Die Fotos sollten als RAW-Bild im Hoch- und Querformal für beste Druckergebnisse gespeichert werden.

Service sollte selbstverständlich sein. Dazu gehört nicht nur eine mögliche Rechteklärung bei Kundenanfragen, das kann auch der Versand eines Newsletters an Abonnenten sein.

Weiterbildung. Es gibt unzählige Möglichkeiten, an Workshops oder Inhouse-Schulungen teilzunehmen. Jeder Fotograf sollte stets versuchen, seine Fähigkeiten zu vertiefen und Experimente zu wagen. Bei entsprechender Spezialisierung bietet sich auch eine Tätigkeit als freiberuflicher Fototrainer oder Bildredakteur an.

Bilderklau. Kein Kavaliersdelikt, sondern Gefährdung des Geschäftsmodells. Auch von diesem Blog wurden bereits mehrfach Fotos gestohlen, die dann manipuliert in Pressemappen oder Online-Portalen auftauchten. Hier hilft nur ein konsequentes Scannen via Google Bildersuche, PicScout und anderen Tools.

Linktipps:

Der Bildermarkt

Portfolio-Netzwerk

Stockphotography

Initiative Urheberrecht

Pictorial Online

VISUELL Online

© Text und Foto by Ralf Falbe 03/2015

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Kategorien:Magazine

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1 reply

  1. Hier können viele ihr Hobby zum Beruf machen und Geld verdienen. Der Artikel dazu ist sehr informativ, denn schließlich gibt es doch einiges, auf das man achten sollte und auch muss.

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