Weltflüchtlingstag 2015


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Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2015: Knapp 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die Vorposten Europas heißen Lesbos, Samos oder Chios. Nur wenige Seemeilen von der türkischen Küste entfernt. Jede Nacht wagen Menschen mit Plastiktüten und Rucksack die Überfahrt in kleinen Motorbooten, die kaum rauer See standhalten würden. Die Flüchtlinge aus Syrien navigieren im Schutz der Dunkelheit durch einen Kordon der griechischen Küstenwache, die hier die äußerste Grenze der EU abriegeln soll. Wer es an die Nordküste von Lesbos schafft, muss fast 60 Kilometer zu Fuß bis nach Mytilini laufen, wo die griechischen Behörden ein Aufnahmezentrum zur Registrierung eingerichtet haben. Bis zu 1.000 Flüchtlinge müssen hier täglich versorgt werden. Die wenigsten beantragen Asyl, sondern bevorzugen einen Ausreisebescheid, der lediglich zu einem Aufenthalt von maximal 30 Tagen berechtigt. Dann führt der Weg zumeist über Thessaloniki oder Athen weiter nach Nordeuropa, wo sich die Menschenströme überwiegend auf Deutschland, Holland und Schweden verteilen.

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Griechische Künstler in Mytilini haben die menschliche Tragödie auf Leinwand festgehalten. Trotz Wirtschaftskrise gibt man sich solidarisch mit den Flüchtlingen, nicht zuletzt aus bitterer Erfahrung in der eigenen Geschichte. Amnesty International fordert nun in einer Petition an die Bundeskanzlerin mehr sichere und legale Zugangswege nach Europa.

© Text und Fotos by Ralf Falbe 06/2015 – zur Fotostrecke bei Demotix. Mit freundlicher Unterstützung durch Visit Greece.

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Kategorien:Europa

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