Produkttest: Multikopter Ghostdrone 2.0 EHANG


Fliegende Kameras sind angesagt. Technikjournalisten drängen sich an Messeständen und neue Drohnenmarken erobern rasch die mediale Aufmerksamkeit. Die chinesische Firma EHANG stellte eine Ghostdrone 2.0  für einen hauseigenen Produkttest zur Verfügung:

Der Multikopter wiegt gerade einmal 1,2 kg, dazu gibt es eine batteriebetriebene VR-Brille – wahlweise für Android oder IOS -, die als Relaisstation via Bluetouth-Verbindung zwischen Drohne und Smartphone fungiert. Mit dem Smartphone wird der Multikopter gesteuert, die passende App gibt es kostenlos zum Download u. a. im Google-Store. Die VR-Brille wird auch benötigt, um Feldeinstellungen für Film- oder Fotoaufnahmen zu prüfen. Nachteil für Brillenträger: Das Gerät muss bei Bedarf über der normalen Brille getragen werden.

Der Akku der Drohne hält etwa 20 Minuten, bei leerer Batterie sinkt das Gerät langsam zu Boden und kehrt zurück zum Ausgangspunkt. Ein Sichtkontakt zum Kopter sollte – auch aus Sicherheitsgründen – selbstverständlich sein. Vor Beginn des Drohnenflugs empfiehlt sich eine Kalibrierung der bordeigenen 4K-Kamera via Handy. Die Steuerung mit dem Smartphone erweist sich dann in der Praxis als einfach und reaktionsschnell.

Im Falle eines falschen Manövers dient die Pausetaste auf dem Display einer Stop-Funktion – die Drohne verharrt dann bewegungslos an der letzten Position. 360 Grad-Videos sind problemlos möglich, ebenso unterscheidet die Smartphone-Steuerung zwischen Video- und Fotomodus. Die 4K-Kamera ist gut ausbalanciert und arbeitet mit einer Mikro SD-Karte wie die GoPro-Serie – selbst bei ruppigen Flugmanövern erscheint der Videostream sanft wie mit einem Tripod Dolly gefilmt.

Fazit zurück im Studio: Etwas Aufwand vor dem ersten Flug, aber ein handliches und vielseitiges Gerät mit guter Bildqualität für den Endkunden. Das Manual ist vorerst nur auf Englisch erhältlich, dafür bietet EHANG – die Firma ist erst seit März 2016 auf dem deutschen Markt vertreten – bei Kauf zwei Jahre Gewährleistung auf Schäden jeglicher Art. Preis: Rund 1200,- Euro, Ersatzakkus etwa 100,- Euro. Tipp: Storyhunter Guide to Commercial Drone Regulations around the World und No Film School.

Im folgenden OUTDOOR REEL wurden aufgenommene Start-und Landesequenzen der Drohne mit Raw Cuts von GoPro und Nikon D 5000 – beide Kameras filmen in HD-Qualität – als HD-Clip zusammengeschnitten und mit Adobe Premiere (Filmeffekt) nachbearbeitet.

© Text, Foto und Video (Stock-Footage aus Nordirland, Luxemburg, Philippinen) von Ralf Falbe 2016. Mit freundlicher Unterstützung durch ein Leihgerät der Firma EHANG.

Advertisements


Kategorien:Magazine

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: