Fototasche – Tutorial Vol. 6


Video Content is King. Tipps & Tricks aus der Praxis zu den Fragen rund um das richtige Equipment, Lichttechnik, Storyboard und Editing.

  1. Als Video-Kamera kann das eigene Smartphone dienen – Blogger sind hier preiswert bedient -, aber i. d. Regel wird man auf eine DSLR oder gar Camcorder zurückgreifen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Schneller Autofokus bei wechselnden Einstellungen, Zoom-Objektiv, Low Light-Eigenschaften für Indoor-Aufnahmen, Bildstabilisator, Kombination mit externen Tonaufnahmegeräten oder Mikrofonen. Dazu bei neueren Modellen zumeist Bildqualität in Full-HD oder bereits 4 K, so dass auch Verkauf von Raw Cuts und Auftragsarbeiten in Frage kommen. Preiswerte Modelle finden sich auf dem Gebrauchtmarkt ab etwa 250,- Euro.
  2. Ton. Ein schlechtes Bild wird oft verziehen, ein schlechter Ton nicht. Bei einer DSLR ohne Mikro-Anschluß empfiehlt sich daher eine externe Tonaufnahme mit Geräten wie dem Olympus LS 5. Die Synchronisation von Interview-Szenen bei der Postproduktion erspart man sich durch den Einsatz eines externen Mikrofons, das batteriebetrieben sein sollte. Die gängigen Marken heißen Rode, AZDEN, Boya, Renkforce. Fachhändler wie Conrad oder Thomann beraten unverbindlich – störende Brummtöne sind nie ganz auszuschließen und manche Geräte sind nicht kompatibel.
  3. Licht. Einfache Baustrahler aus dem Baumarkt können Wunder bewirken. Für Aufnahmen mit Split-Light eignen sich auch die KFZ-Stableuchten ganz hervorragend. Softboxen mit Tageslichtleuchten finden sich auch bereits preiswert im Online-Handel. LED-Foto- und Videoleuchten zum Aufstecken leisten ebenfalls gute Dienste bei Indoor-Aufnahmen und sind platzsparend zu handhaben. Ein faltbarer Reflektor – an einem Stativ aufgehängt – kann ebenfalls gute Dienste leisten.
  4. Storyboard. Vor Beginn der Aufnahmen lohnt sich ein Skript mit Notizen der Drehzeit, Szenen und Einstellungen. Für Interviews empfiehlt sich die klassische 5-Shot-Regel, um möglichst verschiedene Perspektiven des/der Protagonisten zu erzielen. Technisch läßt sich das u. a. durch Einsatz verschiedener Stative erreichen: Tischstativ für Froschperspektive, Schulterstativ (Rig) für Rundum-Perspektive, Rollschuh oder Skateboard mit DSLR für simulierte Kamerafahrten, Close-up auf Hände, Drohne für Aerials usw. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.
  5. Schnitt. Wer mit einer GoPro arbeitet, findet auf der Herstellerseite auch nützliche Tools zur Postproduktion. Ebenso ist eine App von GoPro auf dem Markt, die kostenfrei genutzt werden kann. Android-Nutzern sei die PowerDirector Video Editor App empfohlen, ansonsten auch FiLMiC Pro für Apple-Nutzer. Preiswerte Schnittsoftware ist die abgespeckte Elements-Version von Adobe Premiere (Android und Apple). Die teurere Vollversion hat mitterweile viele professionelle Cutter von Final Cut (Apple) abgebracht.

© Foto und Text von Ralf Falbe 04/2017

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